Satori #03: Der Abschluss einer langen Reise

Kolumne

Nach nun fast zwei Monaten blicke ich wehmütig auf die vergangene Zeit. Während ein Teil von mir sich bereits auf die Heimreise freut, schaut der andere wehmütig auf die vergangene Zeit und wünschte sich, dass dieses Abenteuer nie zu Ende gehen möge.
Für uns war es das erste Mal, dass wir uns für mehrere Monate aktiv aus dem Day to Day rausgenommen haben, um uns unserer persönlichen Weiterentwicklung zu widmen. Auf diesem Weg gab es viele Learnings und Geschichten, welche ich nun gern mit dir teilen möchte. Und wer weiss? Vielleicht startest du ja bald dein eigenes Satori?

Vor Beginn der Reise haben wir uns natürlich einen Plan gemacht. Aber wie so oft, kommt es am Ende doch anders als man denkt.

Wir haben es zwar geschafft einen Großteil unserer To-Do's abzuhaken, darüber hinaus haben wir allergings doch mehr Kunden-/Projektarbeit gemacht als ursprünglich angedacht war. Und dabei sind auch ein paar wirklich schöne Projekte für Porsche und das Digital Impact Lab rausgekommen. Noch sind sie natürlich unter Verschluss, aber sobald sie öffentlich sind, werde ich sie hier kurz vorstellen. 🔥

Erreichtes

[Bild der Projekte] Am Ende des Tages beschleicht mich regelmäßig das Gefühl unproduktiv gewesen zu sein – vergessen sind die Heldentaten und die erledigten Aufgaben. Das muss wohl an meiner Jung von Matt Zeit liegen. Dort hieß es doch so trefflich: "Wir sind niemals zufrieden, es geht immer noch besser!".

Von daher möchte ich gern die Gelegenheit nutzen und dir hier ein paar der Satori Projekte vorstellen.

VeganFacts.de

Als Veganer werden Sophia, André oder Juli und ich oft mit den verrücktesten Vorurteilen konfrontiert. Dabei reicht die Spanne von einem "Du siehst gar nicht aus wie ein Veganer" bis hin zu "Ist das nicht gesundheitsschädlich?" – Ernährung ist kompliziert! Wir möchten gern aufklären, ohne dabei zu verurteilen oder zu Tode zu langweilen. Wie cool wäre es also etwas in der Hand zu haben, das man einfach rumsenden kann?

So könnte sich ein jeder selbst ein Bild machen und einfach schauen ob dieses Thema vielleicht auch für ihn interessant wäre.

Gesagt, getan! Eines unserer ersten Projekte war geboren.

Und deshalb beschäftigt sich VeganFacts.de mit den Mythen rund um das Thema Veganismus und versucht dabei neutral aufzuklären. Schaue doch einfach mal rein und bilde dir selbst eine Meinung. Vielleicht hast du ja noch Mythen für uns, die dich brennend interessieren würden? Dann scheue dich nicht und sende uns deine Fragen einfach zu! (Den Kontaktlink findest du auf VeganFacts.de)

Pomodory

Manche Projekte hat man ganz besonders gern, aber zeitgleich scheint die Ehrfurcht davor so groß zu sein, dass man sich kaum an sie heran traut. So auch bei Pomodory. Theoretisch ist alles bereit für die Umsetzung, aber der Prozess zieht sich.

Das Pomodory Team besteht aus drei Leuten.

  • André: Technische Beratung,
  • Falco: Umsetzung,
  • David: Konzept, Design und Vision

Im Kern ist Pomodory ein klassischer Pomodoro-Tracker mit einem meditativen Touch, sowie einigen extra Features, welche ihn deutlich der Konkurrenz abheben. Was das genau für Features sind, erzähle ich dir gerne sobald Pomodory live ist! Bis dahin gibt es hier erst einmal ein paar Designs und Animationen zu sehen.

SCRUMLY – Scrum Poker

Wie oft habe ich den App Store durchsucht und mich doch jedes Mal über die wenig ansprechenden SCRUM Poker Apps gewundert… Das haben wir uns nun zum Anlass genommen unsere eigene Adoption des klassischen SCRUM Pokers zu erstellen.

Um deine Meinung mit uns zu teilen kannst du SCRUM Poker unter folgendem Link antesten: http://scrumly.uxact.ly/

Aktuell unterstützt die App leider nur einen öffentlichen SCRUM Poker Raum und sollte wenigstens zu zweit genutzt werden. Wenn du unsere SCRUM Poker Adaption mit deinem Team testen möchtsst, dann hinterlasse uns einfach einen Kommentar und wir richten dir gerne einen eigenen Raum ein. ❤

Hilfe! Mein Freund ist Glutenintolerant

Manche Projekte lassen dich einfach nicht los. Zeitgleich findest du allerdings nie die Zeit sie anzugehen oder verlierst im schlimmsten Fall nach einer Weile sogar das Interesse an ihnen.

Ungefähr so ging es mir mit dieser App. Jedes Mal, wenn ich auf neue Leute treffe oder im Ausland unterwegs bin, denke ich mir wie cool es doch wäre jetzt eine App zu haben, die mir dabei hilft mich zu erklären oder mir nützliche Tipps und Tricks rund um das glutenfreie Reisen und Leben gibt.

Als ich mit André und seiner Freundin ins Satori gestartet bin, hatte ich nur wenig Lust mich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie im Detail über meine Krankheit und die damit verbundenen Folgen aufzuklären.

Das Zusammenleben mit jemandem, der hyposensitiv auf Gluten reagiert, kann schnell zu einem Abenteuer werden. Selbst kleinste Spuren Gluten können zu einem Anfall mit Folgen führen!

Dabei gibt es so viele Kleinigkeiten zu beachten, sodass es nur wenig Spaß macht darüber zu reden – und genau hier setzt meine neue Glutenfrei-App an. Sie ist nicht nur eine Stütze für Menschen wie mich, sie ist zeitgleich auch eine Hilfestellung für alle, die mit einem/einer Gluten-Intoleranten (Zöliakie) zu tun haben oder gar mit ihm/ihr zusammen leben. Frag mal meine Freundin. Sie ist inzwischen ein absoluter Pro auf diesem Gebiet. ;)

Du hast also einen Freund oder eine Freundin, die auch Zöliakie hat? Dann ist diese App genau die richtige für dich.

Wenn du Interesse am Testen hast, oder jemanden kennst der sich dafür interessieren könnte, dann scheu dich nicht und hinterlasse mir einen Kommentar 🕵️‍♂️🔥

Das Erfolgstagebuch als App

Ein Projekt an dem André ganz besonders hängt, von daher auch sein ganz persönliches Satori Abschlussprojekt.

Damit sich André voll und ganz auf die Umsetzung seiner Vision konzentrieren kann, haben wir den Auftakt mit einer schnellen Ideation Phase inkl. Grobkonzept gemacht. Von hieraus konnte André dann alleine an dem Projektarbeiten – ein wirklich tolles Projekt, zu dem ich dir hoffentlich bald mehr erzählen kann. ;)

Wenn du jetzt schonmal in die erste DEMO gucken willst dan schau doch einfach mal hier vorbei: victorly

Gelesene Bücher

Bereits in Japan hat mir ein alter, Weiser Man das Geheimnis ewiger Jugend und geistiger stärke verraten. Er verriet mir, dass solange ich meinen Kopf frischhalte und mich weiterentwickle, mein Körper und mein Geist nicht altern werden – spannender weise gibt es heutzutage tatsächlich Studien welche belegen, dass sich die Neuronen im Gehirn solange neu bilden wie sie aktiv genutzt werden. Das ist von daher spannend als, dass man noch vor wenigen Jahren angenommen hat, dass das Gehirn mit fortschreitenden Alter einem unabdingbaren Zerfall ausgesetzt ist (in einem andren Blog Artikel dann gerne mehr dazu).

Diese romantische Vorstellung empfand ich als äußerst erstrebenswert. Schließlich ist es tatsächlich so, dass buddhistische Mönche, sich selbst im hohen Alter noch Weiterbilden und ihre Schriftrollen studieren.

Unter der Woche nehme ich mir oft zu wenig Zeit zum Lesen, von daher habe ich es sehr genossen mir die Zeit selbst einteilen zu können. So wurde aus den Morgen meist eine Zeit zur persönlichen Weiterbildung und des Trainings. Hier gibt es eine kleine Übersicht der verspeisten Bücher und die eine oder andere Empfehlung.

  • The Autobiography of Martin Luther King, Jr.: seit langem auf meiner Liste und endlich beendet. Ein wirklich interessantes buch und ein ganz klarer Perspektivwechsel.

  • The China Study: Revised and Expanded Edition: Frisches update zur original China Studie aber mit mehr Studien und neusten Erkenntnissen aus der Forschung. Für jeden der sich für Ernährung interessiert ein must read. Es ist kaum zu glauben wie viel wir unserem Körper schaden, ohne es überhaupt aktiv wahrzunehmen.

  • Losing My Virginity: Die Autobiografie: Die erste Biographie des Virgin Gründers Richard Branson, hier gibt es einige spannende Insights aus seinem Leben als auch seine größten Learnings. Wenn du gerne Biographien liest, ist diese einen Blick wert. Auch wenn ich die Biographie von Elon Musk noch ein Tick interessanter fand, das lag dann aber wohl eher an dem größeren Nerd Fokus :P

  • Shoe Dog: Die offizielle Autobiographie des Nike Gründers Phil Knight. Ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich mich zu der Marke Nike hingezogen fühle. In dem Buch erfährst du alles über die Gründung von Blue Ribbon aka Nike und deren Werdegang mit allen höhen und Tiefen des Unternehmens. Nike hatte definitiv einen sehr steinigen Weg, nach dem es umso beachtlicher ist, was sie daraus gemacht haben. 🎩

  • Halo: Silent Storm - Ich lese viel zu wenig Romane, von daher gab es für mich seit langem mal wieder einen richtigen Roman zum runterkommen. Halo Silent Storm vereint das beste aus der Halo Reihe und schafft es dabei eine spannende Story rund um die Spartan zu erzählen. Für mich als Fan der Romane und des Videospiels auf jeden Fall ein Must Read!

  • Eat that frog - Bei dem Buch bin ich ein wenig zwiegespalten, auf der einen Seite gibt einem das Buch sehr viele Produktivitätstipps an die Hand aber auf der anderen Seite war da für mich leider nur wenig neues dabei. Ich würde das Buch vor allem Leuten empfehlen die gerade neu in den Bereich Produktivität eintauchen. Hier gibt das Buch einen sehr guten Einblick in alle möglichen Produktivitäts-Hacks

  • Vegan-Klischee ade!: Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung - Wenn du die China Studie bereits gelesen hast, wirst du dich hier heimisch fühlen. Leider habe ich bisher nur einige Kapitel des Buches verschlungen, ich bin aber schon jetzt ein großer Fan des neutral wissenschaftlichen Schreibstiles. Hier gibt es praktische Hinweise zur Ernährung als auch die dazugehörigen wissenschaftlichen Belege. Eine Empfehlung für jeden der sich ausgewogen ernähren will.

Neue Artikel für den Blog

Seitdem Raiken.de online gegangen ist versuche ich die Zeit zu finden die unzähligen Artikel aus meinem OneNote und meinem Kopf, auf den Blog zu bekommen – eine Vorschau der kommenden Artikel geistert nun schon seit einem guten Jahr auf der Startseite herum. 😵

Während meiner Satori Zeit habe ich naturgemäß versucht ein Paar der Altlasten abzubauen, in dem ich einige Artikel veröffentlicht, oder zur Korrektur durch meine Freundin freigegeben habe – großen Dank an dieser stelle, an meine Freundin, die mir bei allen Veröffentlichungen tatkräftig zur Seite steht.

Du kannst dich über regelmäßige Updates und Best-Practice in den nächsten Wochen freuen!

Wenn es einen Artikel oder ein Thema gibt, dass dich besonders interessiert, dann scheu dich nicht mir einen Kommentar zu hinterlassen.

YouTube Live Design Session

Seit einigen Jahren bin ich für Apache NetBeans tätig und versuche gemeinsam mit dem Team das angestaubte Image aufzupolieren, hier und da ist uns das auch schon ganz gut gelungen. So haben wir in den letzten Jahren für NetBeans ein neues Logo eingeführt und einen deutlich moderneren Splash screen für die IDE. Allerdings waren uns die Seite und die IDE selbst noch ein Dorn im Auge.

Ersteres sind wir im Rahmen einer Live Design Session angegangen, dabei können sich die Ergebnisse sehen lassen. Hier lief nicht alles wie geplant und die eigentlich relevanten Aktöre konnten, wegen unvorhergesehener Ereignisse, leider nicht vor Ort sein (Flugzeugverspätung, Krankheit usw...). Zum Glück hatten wir bereits vorweg einiges an Anregungen und Feedback gesammelt, so dass wir trotz der Widrigkeiten loslegen konnten.

Für mich persönlich war es erst einmal eine Große Herausforderung meinen Design Prozess live im Netz zu streamen, allerdings verflog die Nervosität mit der Zeit, so dass ich anfangen konnte den Prozess zu genießen.

Für die Zukunft könnte ich mir durchaus vorstellen mehr Streams zu machen und vielleicht sogar, dass eine oder andere Best Practice Video hoch zu laden. Zurück in Deutschland lässt sich dann auch wieder ein etwas humanerer Zeitraum finden.

Tägliche Routinen

Du fragst dich sicherlich wie man sich so einen Tag Satori bei uns vorstellen kann? Im Grunde sah es meistens wie folgt aus:

7 Uhr aufstehen, um direkt ins Training zu starten. Im Anschluss gab es dann noch eine kurze Meditation, sowie ein Daily Stand-up, um den Projektstatus zu besprechen, oder Aufgaben zu verteilen.

Um fokussiert zu arbeiten bin ich im Anschluss direkt ins nächste Café oder Park gestiefelt – es ist wirklich unglaublich wie unterschiedlich Kaffee doch schmecken kann.

Mittags gab es dann nochmal eine kleine Stärkung zum Erkunden der Gegend und Arbeiten. Dies hat sich dann meistens bis in den späten Abend reingezogen.

Vor dem zu Bett gehen gab es dann entweder eine gemeinsame Netflix runde, ein wenig Daddeln am Surface Book, oder ein entspanntes Buch.

Im Grunde also ähnlich zu meiner normalen Routine, mit dem kleinen Unterschied das ich mich hier vor allem an meinen eigenen Projekten vergehen durfte.

Fehlschläge

Sollte ein Kind aufhören zu laufen, weil es beim Versuch hingefallen ist? – Ich denke nicht! Satori war ein großartiges Erlebnis und etwas, was ich definitiv wiederholen werde. Beim nächsten Mal würde ich mehr darauf achten, dass wir unsere Projekte dem MVE entsprechend ausbauen und kleine sowie große Erfolge gebührend feiern.

Mehr reisen, mehr Kultur.

Leider haben wir uns viel zu oft einfach nur eingesperrt und sind dabei auch viel zu lange an einem Ort geblieben. Im Nachhinein hätten wir hier definitiv mehr Fokus auf die Arbeit mit anderen legen sollen, um Synergien entstehen zu lassen. Sicherlich gab es von Zeit zu Zeit kurze Bekanntschaften, die dabei geholfen haben, den eigenen Horizont zu erweitern, dennoch hätte es ruhig noch mehr sein dürfen. Um nicht nur zwischen den verschiedenen Cafés hin und her hoppen werden wir beim nächsten Mal auch Mal den einen oder anderen Co-Working Space aufsuchen!

Die Menschen

Sicherlich hätte ich am liebsten noch mehr spannende Charaktere kennengelernt, aber immerhin gab es hier und da die eine oder andere sehr interessante Bekanntschaft. Egal ob es der ehemalige Thai Boxer war, der nun als Englischlehrer in Frankreich arbeitet, oder der Cafébesitzer, der nebenbei sein eigenes Design-Business aufbaut. Oder gar mein neuer Trainingsbudy, der als internationaler Anwalt um die Welt reist.

Motivation

Unser größter Motivator war sicherlich der Fakt, dass wir vielleicht nie wieder die Chance haben werden so lange und effektiv an unseren internen Projekten arbeiten zu können. Und wenn es dann doch mal ein Motivationstief gab, habe ich die Gelegenheit genutzt um das Land ein wenig näher kennen zu lernen und mich durch die neuen Einflüsse motivieren zu lassen.

Kurzgesagt

Satori war ein unglaubliches Erlebnis, welches mir neue Wege aufgezeigt hat. Ohne Satori hätte ich wahrscheinlich niemals die Zeit gefunden mich in ReactJs rein zu arbeiten, oder meine Ideen voranzubringen.

Urlaub gibt es dieses Jahr zwar keinen mehr, aber dafür kann ich jetzt bereits einen dicken ✅ an meine To-Dos machen und habe das Gefühl dieses Jahr schon mehr als in den letzten 10 Jahren insgesamt geschafft zu haben.

Vor allem aber hat mir Satori dabei geholfen zu erkennen, was ich eigentlich brauche, um wirklich effektiv und glücklich sein zu können.

Für die nächste Runde, in einem oder zwei Jahren, würde ich mir noch ein wenig mehr "Verrücktheit" wünschen, weniger konventionelle Methoden – Warum nicht einfach einen Popup Store in einem fremden Land mieten und für ein paar Wochen Kaffee verkaufen?

Just do it, ist schnell gesagt, aber noch schneller gemacht! Erzähl mir gerne von deinen Erlebnissen oder Plänen, würde eine Satori Auszeit auch für dich in Frage kommen?

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